Concepts

Projects

Art

1




Mischa Kuball

Public Entrance

235 MEDIA zeigt in Zusammenarbeit mit der Koelnmesse die begehbare Installation „public entrance“ des Düsseldorfer Künstlers Mischa Kuball im Haupteingang der Art Cologne.

„public entrance“ thematisiert auf mehrfacher Ebene den Bedeutungswandel der Besucher, der Sammler sowie der Rezipienten: Ein roter Teppich signalisiert weithin den Stellenwert des Besuchers bzw. aller Besucher als VIP im Kontext der internationalen Kunstmesse. Eine lichtdurchflutete Schleuse verdichtet den Eindruck des Besonderen, des Erhabenen – das „normale“ Betreten der Messe wird mit weißem Licht inszeniert, dramatisiert. „Verfolgerscheinwerfer“ bilden klar umrissene Lichtkegel und –kreise, die das Gehen zum Schreiten werden lassen. Das Licht bewegt sich unabhängig von der Fluktuation der Besucher und bildet parallel zur Energie des Zustroms eine eigene Dynamik aus. Die Schleuse durchdringt das Außen und das Innen und schafft so eine neuartige Verbindung.

Die Besucher werden beim Durchgang durch die Installation gefilmt und mit einer Zeitverzögerung von zehn Minuten auf die Sonderausstellung von 235 MEDIA in Halle 1.1 Stand 025 übertragen, wo im Rahmen des MedienKunstArchiv (MKA) unter anderem weitere Videoarbeiten des Künstlers zu sehen sind. So entsteht eine zusätzliche Verbindung in den Innenraum der Messe und alle Besucher haben die Gelegenheit sich selbst bei der Begehung von „public entrance“ zu sehen.

Das Installationsprojekt des Düsseldorfer Künstlers Mischa Kuball greift die besondere Situation des Eingangs zu den Rheinhallen der Koelnmesse während des Kölner Kunstmarktes auf. Kuball schafft eine Installation, die der Spezifik des Publikums (ca. 70.000 Besucher werden dieses Jahr auf der ART COLOGNE erwartet) und seinen hohen Ansprüchen und Erwartungen an eine internationale Kunstmesse gerecht werden soll.

Der „public entrance“ stellt den normalen Vorgang des Ankommens (und Weggehens) in den Vordergrund und nutzt dabei eingeführte Medien zur Verstärkung einer Alltäglichkeit – der rote Teppich, das Licht, die Schleuse und eben auch die Kamera zur Übertragung sind durch die Massenmedien gelernte Attribute öffentlicher Inszenierung von Macht und öffentlicher Präsenz. Wer den „public entrance“ durchschreitet betreibt eben auch ein wenig „public exposure“.

English Text: